Die Gemeinde Anthering liegt im nördlichen Teil des Salzburger Beckens am Rande des Hügellandes zwischen dem Haunsberg und dem Hochgitzen. Im Westen des Gemeindegebietes bildet der Salzachfluß, umgeben von einer ausgedehnten Aulandschaft, die Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland. Der Ort liegt auf 422 m Seehöhe und das Gemeindegebiet umfasst 2.530 ha. Zur Zeit leben etwa 3200 Menschen hier.
Geschichte unseres Ortes
Gründung im 6. Jahrhundert
Die Gründung Antherings erfolgte zur Zeit der bajuwarischen Landnahme im 6. Jahrhundert. Der Dorfälteste "Antari" lässt sich mit seiner Sippe hier nieder, es entsteht das Dorf "Anthering". Die Ortsnamen mit der Endung auf "-ing " kennzeichnen die erste bajuwarische Landnahme und decken sich meist mit den Siedlungsinseln der späten Römerzeit im Salzach - Saalach - Sur Gebiet.
Römerfunde in Anthering zeigen, daß dieses Gebiet bereits in der Römerzeit - etwa 14 v.Chr. bis 500 n.Chr. - besiedelt war. Römische Landhäuser standen in Schmieding (Gollacken) und in Schönberg. Vor dem Ausbau der Straßen und Bahn war die Salzach ein wichtiger Verkehrsweg, vor allem der des Salztransportes. Für die autarken Antheringer Bauern war der jetzige Grenzfluß jedoch von geringer Bedeutung. Die wild- und fischreichen Antheringer Augebiete dienten teilweise als Kameralwälder, aber auch der Jagdfreude des Erzbischofs.
Der Maunzteufel vom Hausberg
Antheringer Sagen und Mythen
Im Jahr 1532 wurde am Antheringer Haunsberg, und zwar im sogenannten "Maunzgraben", ein Untier von den Leuten gesehen. Die Menschen kamen fast nie in die Nähe dieses beinahe menschenähnlichen Wesens. So wurde eine große Fallgrube ausgeschaufelt, in der das "Tier" dann auch gefangen wurde. Es hatte Füße mit Hufen, einen Schwanz wie ein Löwe, die Mähne eines Pferdes, aber ein Gesicht wie ein Mensch.
Ein Vollbart und ein Hahnenkamm auf dem Kopf vervollständigten dieses sonderliche Wesen. Es sah eher wie ein Teufel aus, darum nannten es die Leute "Maunzteufel". Da dieses Geschöpf jede Nahrung verweigerte und auch sehr menschenscheu war, verendete es bald darauf. Ein in Stein gehauenes Abbild des Maunzteufels, welches im Ortszentrum der Gemeinde betrachtet werden kann, soll die Wahrheit bezeugen, dass es dieses "Tier" gegeben hat.



